Montag, 9. November 2009

Tubing in Vang Vieng

Olis Fuß wurde genäht,
er jetzt etwas langsam geht.

Nachdem wir in Luang Prabang nun mehr als genug Zeit verbracht hatten und alle Reiseteilnehmer wieder transportfähig waren, ging es weiter nach Vang Vieng, die Partyhochburg Laos'. Bekannt ist der Ort vor allem wegen des Tubings, eine Art Kneipentour auf dem Fluss. Hierbei lässt man sich auf einem LKW-Reifen den Fluss hinunter treiben, welcher rechts und links von Bars gesäumt ist. Außerdem gibt es jede Menge Schwingseile, Rutschen und Seilbahnen, so dass für ordentlich Action gesorgt ist. Die reine Fahrtzeit beträgt ca. 2 Stunden, wir waren allerdings etwas mehr als 6 Stunden auf dem Fluss. Das Ganze war eine riesige Party und wir hatten einen witzigen Nachmittag.

Beim Ausstieg hörte ich etwas im Gebüsch rascheln und bemerkte, dass sich ein Tiger auf Steffen stürzen wollte. Todesmutig sprang ich dazwischen und bekämpfte den Tiger mit meinen bloßen Händen und Füßen! Nach einem erbitterten Kampf gewann ich schließlich die Oberhand und konnte das Tier in die Flucht schlagen! Dann erst bemerkte ich, dass mich der Tiger an der Fußsohle erwischt haben musste, da sich dort eine klaffende und blutende Wunde befand.

Das alles fand hinter Steffens Rücken statt, so dass dieser von der gesamten Szene nichts mitbekam. Deshalb behauptet er noch heute, ich sei einfach nur in eine Glasscherbe getreten (Anm. Steffen: Was man sich so alles einbilden kann im Schmerzdelirium).

Wie auch immer es sich zugetragen haben mag: Nach einem längeren Marsch zurück zum Dorf konnten wir endlich ein Tuk-Tuk ins Krankenhaus nehmen, wo die Wunde mit 6 Stichen genäht wurde. Das alles hielt uns jedoch nicht davon ab abends noch auszugehen um ein paar Bier gegen den Schmerz einzunehmen.

Ich habe also jetzt schon mein ganz persönliches Andenken an die Asienreise, wer hat denn sonst schon eine Narbe, die von einem Kampf mit einem Tiger herrührt?! Das Ärgerliche daran ist nur: Da hat man endlich mal eine Narbe mit passender Geschichte und dann an so einer ungeschickten Stelle, dass man bei den Frauen gar nicht damit prahlen kann...

Zum großen Glück hatte ich meinen tollen, starken, hübschen, netten, liebreizenden und humorvollen Bruder mitgenommen. Steffen kümmerte sich rührend, aufopferungs- und hingebungsvoll um mich, wie es eben so seine Art ist, so dass es meinem Fuß nach diesem ärgerlichen Vorfall schon wieder viel besser geht (brauchst dir also keine Sorgen machen, Mama).

Nach einem Ruhetag ging es schließlich weiter nach Vientiane, der Hauptstadt Laos'. Es ist eine realativ kleine Stadt, nicht ganz so gemütlich wie Luang Prabang, aber dennoch kann man sein Feierabendbier vor einer schönen Kulisse am Mekong mit Blick auf Thailand genießen.

PS: Aus Rücksicht auf Mama (sowie Felix :-) ) haben wir uns entschlossen keine Bilder der klaffenden Wunde oder des genähten Fußes online zu stellen.

Keine Kommentare: