Mittwoch, 25. November 2009

Mit Medi und Conny durch Kambodscha

Der letzte Eintrag ist schon lange her,
ihr denkt bestimmt uns gibts nicht mehr.

Da habt ihr alle falsch gedacht,
die Zeit hat nur nicht mitgemacht.

Medi und Conny sind gut angekommen,
wir haben auch schon viel unternommen.

Zum Blogschreiben hatten wir nie Zeit,
denn zur nächsten Happy-Hour wars nie weit.

Das Bier nur 50 Cent hier kost',
da vergeht uns nie die Lust.

Das Essen ist hier sehr gesund,
es gab schon Schlange, Heuschrecken und Hund.

Beim Ei das Eigelb völlig weg,
stattdessen drin ein Kücken steckt.

Die Märkte sind in großen Hallen,
dem WKD würde das sehr gefallen.

Fisch und Fleisch von Mücken bedeckt,
das Obst liegt sowieso im Dreck.

Kambodscha hat ne interessante Kultur,
und alle Mädels ne top Figur.

Steffen dies sehr gefällt,
er sich gern mit ihnen "unterhält".

Der Teer nicht überall vorhanden ist,
die Straßen meistens Schotterpist.

Die Menschen tragen hier Atemschutz,
nicht wegen der Schweinegrippe, sondern wegen des Schmutz'.

Der Staub heißt hier "Cambodian Snow",
das Resultat: Man sieht aus wie Sau!

Was jeder Kambodschaner hat,
ist seine eigne Hängematt'.

Da gammelt er von früh bis spät,
weil er ja nicht zur Arbeit geht.

Die Toilette ist von Hand zu bedienen,
man muss mit Wasser aus dem Bottich spülen.

Thailand und Kambodscha bekriegen sich,
drum geht das Internet hier nicht.

Panzer rollten morgens um halb vier,
trotzdem fühlen wir uns sicher hier.

Medi ist gleich hinterher gelaufen,
und wollte den Kambodschanern Eurofighter verkaufen.

Mehr allgemeine Infos gibt es nicht,
es folgt ein detaillierter Reisebericht:

In Phnom Penh beschäftigten wir uns sehr,
mit der Geschichte der Roten Khmer.

Der Deutsche zwangsläufig an den Holocaust denkt,
wenn er geht durch die Killing Fields und Tuol Sleng.

Wir besichtigten sowohl Silberpagode und Königspalast,
auch wenn der König uns nicht empfing als persönlichen Gast.

Vielmehr es in Phnom Penh nicht zu sehen gibt,
drum fuhren wir mit dem Boot nach Siam Reap.

Wir fragten uns: "Wat is denn dat?"
Unser Guide wusste: "Das ist Angkor Wat!"

Händler waren hier nicht rar,
und alles kostete nur einen Dooool-laar.

Das Reich von Angkor war einst riesengroß,
und ein jeder Tempel absolut grandios.

Man glaubt es kaum wie gut die waren,
beim Bau der Anlagen vor tausend Jahren.

Party in Battambang, 10.000 Leute waren hier,
doch die größte Attraktion, waren wir vier.

Die Leute fragten sich: Was ist hier los,
warum sind die Weißen denn so groß?

Einen Tag mit dem Bus durchs ganze Land,
brachte uns in den Süden an den Strand.

Hier genießen wir die Zeit nun sehr,
mit Sommer, Sonne, Sand und Meer.

Wir wohnen auf Stelzen unterm Dach aus Stroh,
in einem rustikalen Bungalow.

Morgens wir vom Meeresrauschen aufgeweckt,
denn das Wasser ist nur 15m weg.

Es ist jetzt Zeit Leehai (Adieu) zu sagen,
das nächste Angkor wird gerade angetragen.

Grüße,
Conny, Medi, Oli und Steffen

PS: Der Blog wird bald beendet,
wenn ihr weiterhin so wenig Kommentare sendet!

Samstag, 14. November 2009

Letzte Tage in Laos

Der Steffen sich in die Fluten stürzt,
Oli derweil die Finninen bezirzt.

Nachdem es in Vientiane nicht so viel zu sehen gab, beschlossen wir spontan, noch weiter in den äußersten Süden Laos' zu den "4000 Islands" zu reisen. Die 12-stündige Übernachtfahrt verbrachten wir in einem sogenannten "Sleeping Bus" der statt Sitzen mit Betten ausgestattet war. Diese waren allerdings recht schmal und Steffen, der oben im Stockbett lag, hatte bei jeder Kurve Angst aus dem Bett zu fallen. Hinzu kam noch, dass die Klimaanlage anscheinend auf Minustemperaturen eingestellt war, so dass die Nacht nicht sehr erholsam war. Dafür wurden wir allerdings auf den 4000 Islands mit einer herrlichen Umgebung belohnt! In den zwei Hängematten auf der Veranda unserer kleinen Hütte direkt am Mekong genossen wir den Nachmittag. Später trafen wir die drei Finninen wieder, die wir schon am Vortag im Tuk-Tuk kennen gelernt hatten, und verabredeten uns mit ihnen zum Abendessen.
Am darauffolgenden Tag war Steffen auf einer Kajaktour zu den größten Wasserfällen Südostasiens und zum Dolphin-Watching unterwegs. Da mein Fuß noch nicht nass werden durfte machte ich stattdessen eine Radtour mit den Finninen. Wir kamen ebenfalls an Wasserfallen vorbei und sahen auch die Delphine, sodass ich für das Nicht-Kajaken-Können wenigstens ordentlich entschädigt wurde.

Der Blick aus unserem Bungalow auf den 4000 Islands

Am Donnerstag verließen wir die 4000 Islands leider auch schon wieder zurück in Richtung Vientiane, da wir etwas überhastet den Flug von dort nach Phnom Penh bereits gebucht hatten. Diese ungeschickte Planung kostete uns ungefähr 120 € pro Person: Es hätte auch Busse von den 4000 Islands nach Phnom Penh für ungefähr ein Zehntel des Preises gegeben, was wir bei der Buchung aber leider noch nicht wussten. Wir hatten auf der Rückfahrt noch einen Nachmittag Aufenthalt in Pakse, den wir beim Sonnenuntergang in einer schönen Bar am Wasser ausklingen ließen, bevor es mit dem "King of Bus", diesmal ein recht luxeriöser Sleeping-Bus, weiter ging. Wir schliefen wie die Murmeltiere (dieses Mal musste Steffen auch keine Angst haben, aus dem Bett zu fallen).
Nach einem weiteren Tag in Vientiane war unsere erlebnisreiche Zeit in Laos auch schon vorrüber, worauf wir natürlich mit einem letzen Beer-Lao am Mekong anstoßen mussten.

Pha That Luang, das Nationalsymbol Laos'

Mittlerweile sind wir in Phnom Penh, Kambodscha, angekommen. Dort gingen wir zunächst in eine Klinik und zu Olis großer Enttäuschung wurde ihm dort mitgeteilt, dass die Fäden erst in zwei Tagen gezogen werden könnten.

Jetzt warten wir gerade auf die Ankunft von Medi und Conny, mit denen wir die nächsten drei Wochen Kambodscha bereisen werden. Wir freuen uns sehr in ein paar Stunden zwei vertraute Gesichter aus der Heimat wiederzusehen!


Nur zwei der vielbesagten Sonnenuntergänge

Montag, 9. November 2009

Tubing in Vang Vieng

Olis Fuß wurde genäht,
er jetzt etwas langsam geht.

Nachdem wir in Luang Prabang nun mehr als genug Zeit verbracht hatten und alle Reiseteilnehmer wieder transportfähig waren, ging es weiter nach Vang Vieng, die Partyhochburg Laos'. Bekannt ist der Ort vor allem wegen des Tubings, eine Art Kneipentour auf dem Fluss. Hierbei lässt man sich auf einem LKW-Reifen den Fluss hinunter treiben, welcher rechts und links von Bars gesäumt ist. Außerdem gibt es jede Menge Schwingseile, Rutschen und Seilbahnen, so dass für ordentlich Action gesorgt ist. Die reine Fahrtzeit beträgt ca. 2 Stunden, wir waren allerdings etwas mehr als 6 Stunden auf dem Fluss. Das Ganze war eine riesige Party und wir hatten einen witzigen Nachmittag.

Beim Ausstieg hörte ich etwas im Gebüsch rascheln und bemerkte, dass sich ein Tiger auf Steffen stürzen wollte. Todesmutig sprang ich dazwischen und bekämpfte den Tiger mit meinen bloßen Händen und Füßen! Nach einem erbitterten Kampf gewann ich schließlich die Oberhand und konnte das Tier in die Flucht schlagen! Dann erst bemerkte ich, dass mich der Tiger an der Fußsohle erwischt haben musste, da sich dort eine klaffende und blutende Wunde befand.

Das alles fand hinter Steffens Rücken statt, so dass dieser von der gesamten Szene nichts mitbekam. Deshalb behauptet er noch heute, ich sei einfach nur in eine Glasscherbe getreten (Anm. Steffen: Was man sich so alles einbilden kann im Schmerzdelirium).

Wie auch immer es sich zugetragen haben mag: Nach einem längeren Marsch zurück zum Dorf konnten wir endlich ein Tuk-Tuk ins Krankenhaus nehmen, wo die Wunde mit 6 Stichen genäht wurde. Das alles hielt uns jedoch nicht davon ab abends noch auszugehen um ein paar Bier gegen den Schmerz einzunehmen.

Ich habe also jetzt schon mein ganz persönliches Andenken an die Asienreise, wer hat denn sonst schon eine Narbe, die von einem Kampf mit einem Tiger herrührt?! Das Ärgerliche daran ist nur: Da hat man endlich mal eine Narbe mit passender Geschichte und dann an so einer ungeschickten Stelle, dass man bei den Frauen gar nicht damit prahlen kann...

Zum großen Glück hatte ich meinen tollen, starken, hübschen, netten, liebreizenden und humorvollen Bruder mitgenommen. Steffen kümmerte sich rührend, aufopferungs- und hingebungsvoll um mich, wie es eben so seine Art ist, so dass es meinem Fuß nach diesem ärgerlichen Vorfall schon wieder viel besser geht (brauchst dir also keine Sorgen machen, Mama).

Nach einem Ruhetag ging es schließlich weiter nach Vientiane, der Hauptstadt Laos'. Es ist eine realativ kleine Stadt, nicht ganz so gemütlich wie Luang Prabang, aber dennoch kann man sein Feierabendbier vor einer schönen Kulisse am Mekong mit Blick auf Thailand genießen.

PS: Aus Rücksicht auf Mama (sowie Felix :-) ) haben wir uns entschlossen keine Bilder der klaffenden Wunde oder des genähten Fußes online zu stellen.

Mittwoch, 4. November 2009

Eine Woche in Luang Prabang

Die Weiterfahrt wurde vertagt,
da Scheißerei den Steffen plagt.

Am Sonntag waren wir mit den beiden Kanadierinnen (Courtney und Kelly), die wir noch von der Bootsfahrt her kannten, zum Abendessen verabredet, da dies für uns alle der letzte Tag in Luang Prabang sein sollte.


Oli, Kelly, Steffen, Courtney

Zum Essen bestellte ich (Steffen) mir ein lokales Gericht, welches ziemlich scharf war und anscheinend rohes Schweinefleisch enthielt (was mir allerdings bei der Bestellung unbekannt war). Mir war es etwas suspekt und ich versuchte die Fleischstückchen so gut es ging zu vermeiden. Es war ein sehr witziger Abend, aber am nächsten Morgen lag ich mit Magenproblemen und Fieber flach. Der gesamte Tag wurde abwechselnd im Bett und auf der Toilette verbracht. Zum großen Glück hatte ich meinen tollen, starken, hübschen, netten, liebreizenden und humorvollen Bruder mitgenommen. Oli versorgte mich rührend, aufopferungs- und hingebungsvoll, wie es eben so seine Art ist, mit köstlichem, wohltemperiertem Tee vom Markt, sowie allem sonst Nötigen. Auf Grund dieser vorzüglichen und aufbauenden Pflege (wohl eher aber aufgrund der Kohletabletten, des Paracetamols und der Bettruhe) war am nächsten Tag das Fieber wieder abgeklungen und es war mir sogar wieder möglich das Bett, wenn auch noch sehr geschwächt, zu verlassen und wieder eine leichte Mahlzeit zu mir zu nehmen.

Das witzige bei der Sache war, dass ich (Oli) abends beim Schlendern über den Markt Courtney, die mit Kelly ja ebenfalls schon weitergereist sein wollte, begegnete. Wir mussten beide erst mal lachen, da uns sofort klar war, dass es unsere beiden Mitreisenden übel erwischt hatte.

Leider musste wegen dieses Vorfalls allerdings die dreitägige Tour nach Nong Kiew abgesagt werden. Ein Lob an die Agentur bei der wir die Fahrt gebucht hatten: trotz zweimaligen Verschiebens der Tour und letztendlicher Absage wurde uns keinerlei Stornogebühr in Rechnung gestellt.
Oli besichtigte stattdessen die Höhlen von Pak Ou, die mit tausenden von Buddha-Figuren vollgestellt sind.
 

 
Währenddessen gönnte Steffen sich nochmals etwas Ruhe, da es heute mit dem Fahrrad zu den 35km entfernten Wasserfällen ging.  Wir kamen an allerlei Dörfern mit spielenden Kindern vorbei, die uns immer alle neugierig grüßten. Nach einem hammerharten Schlussanstieg in der sengenden Hitze Laos (den Jan Ullrich nicht mal mit Doping geschafft hätte!) erreichten wir das kühlende Nass der Wasserfälle in dem wir ein erfrischendes Bad genossen. Mittlerweile wieder im Hostel, tut uns beim Schreiben dieses Eintrags von den geliehenen Tretmühlen der Hintern ganz schön weh.


Das ist schon was anderes als mit der Playstation zu spielen.






Zur Verdeutlichung der sengenden Hitze - Die Fahrradfahrt hat ihren Tribut gezollt

Sonntag, 1. November 2009

Von Thailand nach Laos

Thailand haben wir verlassen,
in Laos gibts Kaffee aus Bambustassen.

Der letzte Blogeintrag ist jetzt schon eine ganze Weile her, deswegen ist es mal wieder an der Zeit euch mit den neusten Infomationen zu versorgen.

Wie zuletzt erwähnt ging es mit dem Bus nach Chiang Rai. Für die 9-stündige Übernachtfahrt hatten wir uns glücklicherweise ein Ticket für den VIP-Bus gekauft. Dort wird man verpflegt wie im Flugzeug, zusätzlich gibt es breitere Sitze, die sich fast waagrecht stellen lassen und man hat Platz ohne Ende.
In Chiang Rai hatten wir drei Tage Aufenthalt in denen wir die umliegenden Bergdörfer besucht und eine Elefantentour gemacht haben.


Bei den Long-Necks - eine ethnische Minderheit die haupstsächlich in Birma leben aber auch ein paar wenige in Nord-Thailand 

 
Beim Elefantenreiten

Von dort ging es dann weiter zur Grenze nach Laos, wo wir mit der Fähre über den Mekong gesetzt haben. Im Grenzdorf Huay Xai genossen wir zunächst ein kaltes Beer-Lao in einer gemütlichen Bar direkt am Mekong. Viel mehr gab es dort allerdings nicht zu tun und so begannen wir schon am nächsten Tag eine zweitägige Bootsfahrt nach Luang Prabang. Der Fluss schlängelte sich durch eine wunderschöne Landschaft gesäumt von mit Urwarld überwucherten Berghängen, vorbei an vereinzelten, sehr ärmlichen, kleinen Fischerdörfern. Während der Fahrt lernten wir zwei nette Kanadierinnen kennen (für alle, die das jetzt erwarten: Nein, wir werden hier kein Bild von ihnen online stellen!), durch die die Zeit (immerhin zwei Mal sieben Stunden) etwas schneller vorbei ging. Die Nacht verbrachten wir in einem dieser kleinen Fischerdörfer in dem es nur für vier Stunden am Tag mittels Generator Strom gab und die Wäsche noch von Hand im Fluss gewaschen wurde.


Flussfahrt auf dem Mekong mit typischem Fischerdorf

Luang Prabang ist ein sehr gemütliches Städtchen, das auf Grund seiner vielen französischen Kolonialhäuschen unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes steht. Hier wird man nicht ständig von aufdringlichen Straßenverkäufern oder Tuk-Tuk-Fahrern belästigt.
Im Allgemeinen machen die Laoten, trotz ihrer relativ ärmlichen Lebensverhältnisse, einen sehr entspannten Eindruck und begegnen einem stets überaus freundlich.
In den vergangenen zwei Tagen machten wir eine Trekkingtour durch den Dschungel. Beim Buchen betonten wir, dass wir eine möglichst anspruchsvolle Tour machen wollen. Diese sollten wir auch bekommen. Der erste Tag war hart, ein Drittel des Weges bestand aus keinem Weg, sondern musste erst noch mittels Machete freigehackt werden.



Eine wackelige Angelegenheit...

Nachdem wir uns durch den Dschungel gekämpft hatten, schlugen wir unser Lager direkt an einemkleinen Fluss auf und es gab leckeres laotisches Essen, welches im Bambusrohr gekocht wurde, sowie Lao-Whiskey aus frisch geschnitzten Bambustassen.



In der laotischen Küche wird traditionell mit der Hand gegessen, wobei der Klebereis zu kleinen Bällchen geformt wird und in den Rest eingedippt wird.

Der zweite Tag war wesentlich entspannter, im Vergleich zum ersten mehr oder weniger ein Spaziergang durch die Reisfelder.

 
Reisfeld, im Hintergrund der Berg, den wir überquert haben.

Nach einer Dusche ist der Gestank auch wieder verflogen (wenn man mal selber merkt, dass man stinkt, dann muss es wohl wirklich heftig sein...) und wir bedauern die arme Frau, die gerade dabei ist unsere Kleidung zu waschen.