Oli derweil die Finninen bezirzt.
Nachdem es in Vientiane nicht so viel zu sehen gab, beschlossen wir spontan, noch weiter in den äußersten Süden Laos' zu den "4000 Islands" zu reisen. Die 12-stündige Übernachtfahrt verbrachten wir in einem sogenannten "Sleeping Bus" der statt Sitzen mit Betten ausgestattet war. Diese waren allerdings recht schmal und Steffen, der oben im Stockbett lag, hatte bei jeder Kurve Angst aus dem Bett zu fallen. Hinzu kam noch, dass die Klimaanlage anscheinend auf Minustemperaturen eingestellt war, so dass die Nacht nicht sehr erholsam war. Dafür wurden wir allerdings auf den 4000 Islands mit einer herrlichen Umgebung belohnt! In den zwei Hängematten auf der Veranda unserer kleinen Hütte direkt am Mekong genossen wir den Nachmittag. Später trafen wir die drei Finninen wieder, die wir schon am Vortag im Tuk-Tuk kennen gelernt hatten, und verabredeten uns mit ihnen zum Abendessen.
Am darauffolgenden Tag war Steffen auf einer Kajaktour zu den größten Wasserfällen Südostasiens und zum Dolphin-Watching unterwegs. Da mein Fuß noch nicht nass werden durfte machte ich stattdessen eine Radtour mit den Finninen. Wir kamen ebenfalls an Wasserfallen vorbei und sahen auch die Delphine, sodass ich für das Nicht-Kajaken-Können wenigstens ordentlich entschädigt wurde.
Am Donnerstag verließen wir die 4000 Islands leider auch schon wieder zurück in Richtung Vientiane, da wir etwas überhastet den Flug von dort nach Phnom Penh bereits gebucht hatten. Diese ungeschickte Planung kostete uns ungefähr 120 € pro Person: Es hätte auch Busse von den 4000 Islands nach Phnom Penh für ungefähr ein Zehntel des Preises gegeben, was wir bei der Buchung aber leider noch nicht wussten. Wir hatten auf der Rückfahrt noch einen Nachmittag Aufenthalt in Pakse, den wir beim Sonnenuntergang in einer schönen Bar am Wasser ausklingen ließen, bevor es mit dem "King of Bus", diesmal ein recht luxeriöser Sleeping-Bus, weiter ging. Wir schliefen wie die Murmeltiere (dieses Mal musste Steffen auch keine Angst haben, aus dem Bett zu fallen).
Nach einem weiteren Tag in Vientiane war unsere erlebnisreiche Zeit in Laos auch schon vorrüber, worauf wir natürlich mit einem letzen Beer-Lao am Mekong anstoßen mussten.
Mittlerweile sind wir in Phnom Penh, Kambodscha, angekommen. Dort gingen wir zunächst in eine Klinik und zu Olis großer Enttäuschung wurde ihm dort mitgeteilt, dass die Fäden erst in zwei Tagen gezogen werden könnten.
Jetzt warten wir gerade auf die Ankunft von Medi und Conny, mit denen wir die nächsten drei Wochen Kambodscha bereisen werden. Wir freuen uns sehr in ein paar Stunden zwei vertraute Gesichter aus der Heimat wiederzusehen!
1 Kommentar:
...beneide euch sehr!
Ich wünsch euch noch ganz viel Spaß und sende euch liebe Grüße aus dem kalten Deutschland!
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