Samstag, 20. Februar 2010

Trekking im Regenwald

In der Nacht war's affig kalt,
beim Wandern durch den Regenwald.

Eddie, der Kerl bei dem wir unsere Trekking-Tour gebucht hatten, stand pünktlich am nächsten Morgen vor unserer Tür und in einer langen und holprigen Fahrt ging es in das abgelegene Dorf Long Pasia im Südwesten Sabahs. Auf der Fahrt dorthin machten wir Mittagspause in Sipitang, wo einmal mehr Fotos von und mit uns geschossen wurden.
Long Parsia ist ein von der Außenwelt ziemlich isoliertes, idyllisches Dörfchen, welches weder über Handyempfang, noch Festnetz verfügt. Wir verbrachten die Nacht im Haus einer Familie, wo wir die Gastfreundschaft und Offenheit der Dorfbewohner kennenlernen durften und ein köstliches, lokales Abendessen serviert bekamen. Gekocht wurde über einem offenen Feuer in der Küche, geduscht wurde indem man Wasser aus einem Bottich über sich schöpfte bzw. sich gleich im Fluss wusch und das Klo war nicht viel mehr als ein Loch im Boden. Allerdings bekam jeder von uns sein eigenes Zimmer, ein Luxus den wir seit Beginn unserer Reise nicht mehr genossen hatten. Schade war, dass  wir kein Malaiisch sprachen und sich deshalb die Kommunikation mit der Dorfbevölkerung schwierig gestaltete, was aber beim gemeinsamen Volleyballspiel kein Problem war.
Am nächsten Morgen ging es mit unseren drei Führern, Adeq, Fendy und Lait, ab in den Dschungel. Dort verbrachten wir insgesamt drei Nächte, wo wir allerhand erlebten. Geschlafen wurde in Hängematten, die zwischen zwei Bäumen aufgespannt wurden, es gab allerlei verschiedene Früchte aus dem Dschungel zu probieren, wir fingen frischen Fisch, tranken Wasser aus Lianen und Bambusstauden, wuschen uns im Fluss und lernten Fallen zu bauen. Die Geräusche des Urwaldes waren atemberaubend, tagsüber hörte man das Zwitschern der Vögel und das Kreischen der Affen, nachts das Zirpen der Insekten. Wir hoffen, dass die Bilder euch einen passenden Eindruck unserer Trekkingtour vermitteln.
Als wir nach vier Tagen stinkend wieder aus dem Regenwald herausgekommen waren, verbrachten wir eine weitere Nacht in Long Pasia. Noch einmal genossen wir die Gastfreundschaft der Leute und erlebten einen angenehmen Abend.

Am nächsten Tag ging es mit dem Speedboat auf die Insel Labuan, um am darauffolgenden Morgen nach Brunei Darussalem weiterzuziehen. Auf Labuan gab es zollfreies Bier zu kaufen, was die sonst üblichen Bierpreise von 2 bis 3 Euro in Malaysia auf etwa 80 Cent drückte. Dieser Umstand wurde natürlich ausgenutzt und der Abend feiernd in einem der Clubs verbracht.

In Brunei gibt es nicht allzuviel zu tun. Wir schauten uns das Brunei-Museum und das Museum der Kroninsignien an und besuchten noch zwei prächtige Moscheen. Auch hier wurden unsere Feldstudien fortgeführt und Eddie hatte völlig Recht als er meinte, dass es in Brunei fast nur dicke Frauen gäbe. Der Wohlstand lässt grüßen...

Beim Faschingfeiern als Donald Duck und Winnie Puh verkleidet

Gestählte Körper die der Wildnis trotzen

 Wohlverdiente Mittagspause

 
Die tägliche Morgentoilette

 
Leckeres Frühstück mit Bambusbesteck

Rauschender Fluss

Oli beim Tagebuch schreiben

Das Nachtlager


Zwei Wilde

Bei der Flussüberquerung

 
Grüne Gräser...

...und Wälder

Oli beim Baden


Trinken aus dem Bambusrohr

Donnerstag, 11. Februar 2010

Wildleben auf Borneo

Während der Orang-Utan sich durch Bäume hangelt,
es uns zwei an Bieren mangelt.

Mit dem Flieger ging es weiter nach (Malaiisch-)Borneo. In Sandakan nahmen wir ein Zimmer das im Gegensatz zu Melaka nicht direkt neben einer Moschee lag, so dass wir diesmal ohne den Ruf des Muezzins ins Bett gehen konnten und nicht schon im Morgengrauen wieder von selbigem geweckt wurden. Dort besuchten wir das Orang-Utan Rehabilitationszentrum, in dem verstoßene bzw. elternlose Orang-Utan-Babys wieder aufgepäppelt und für ein Leben in der Wildnis vorbereitet werden. Zur Fütterungszeit, bekamen wir die Tiere aus nächster Nähe zu sehen, ansonsten hielten sie sich aber von den Besuchern entfernt.

Orang Utan im Rehabilitationszentrum

Die darauf folgenden drei Tage verbrachten wir im Rahmen einer Tour in einem kleinen Dorf am Ufer des Kinabatangan-Flusses. Unser 17-wöchiges Jubiläum fiel in diese Zeit, was wir wie üblich mit einem Bier feiern wollten. Leider mussten wir auf unsere Bier verzichten, da unsere Unterkunft von Muslimen betrieben wurde und es deswegen kein Bier zu kaufen gab. Ein Novum auf unserer bisherigen Reise.
Allgemein ist es in Malaysia auf Grund der muslimischen Gesellschaft nicht immer ganz einfach Bier zu finden und die Preise sind wegen der hohen Steuer enorm.
Von dem Dorf aus unternahmen wir mehrere Ausflüge, teils zu Wasser, teils zu Lande und machten uns im morgendlichen Nebel, in der nachmittäglichen Hitze und in der nächtlichen Dunkelheit auf die Suche nach dem hiesigen Wildleben. Wir bekamen Krokodile, Echsen, allerlei bunter Vögel und jede Menge verschiedener Affenarten (u.a. auch Orang-Utans) in freier Wildbahn zu sehen.

Nachdem wir Flora und Fauna Borneos zu Lande erkundet hatten, musste nun natürlich auch noch das Unterwasserleben der Insel in Augenschein genommen werden. Beim Tauchen in Sipadan, angeblich einem der besten Tauchplätze der Welt, begegneten wir neben der üblichen bunten Fischwelt, zahlreichen Haien und riesigen Wasserschildkröten. Es war zwar nicht gerade billig hier zu tauchen (um nicht zu sagen arxxxteuer) aber sein Geld durchaus wert. Gerade sind wir nach einer langen Nachtfahrt sehr übermüdet in Kota Kinabalu unterwegs. Zum Glück ist nun Abend, so das wir nun bald ins Bett gehen können, um morgen ausgeschlafen in unsere 6-tägige Wildnistour zu starten.

Unsere Feldstudien, die auch weiterhin gewissenhaft durchgeführt werden, lieferten neue, interessante Ergebnisse. Auf Borneo sind die Frauen deutlich hübscher als auf dem Festland Malaysias. Über die Gründe können wir nur spekulieren. Vielleicht liegt es daran, dass hier weniger Frauen verschleiert sind und die hübschen Exemplare einem somit schneller ins Auge stechen.Wahrscheinlicher scheint uns aber, dass es hier einfach weniger negativen chinesischen und indischen Einfluß gibt.

2-Meter-Echse am Flussufer

Hornbill

Jede Menge Affen im Dschungel

...wirklich jede Menge!

Blick in den Dschungel

Und noch mehr Affen im Dschungel!

Blick vom Boot aus über den Fluss

Morgendlicher Nebel über dem Fluss
Mal wieder ein Sonnenuntergang...

Elton war auch bei unserem Bootsausflug dabei! ;-)

Donnerstag, 4. Februar 2010

Cameron Highlands und Melaka

Nicht mit viel Text wollen wir euch quälen,
stattdessen sollen die Bilder erzählen.

Von Kuala Lumpur aus ging es wieder ein Stück in den Norden, in die Cameron Highlands. Diese Hochebene ist für seine smaragdgrünen, mit Teeplantagen überzogenen Hänge bekannt. Unsere Hinfahrt gestaltete sich auf Grund eines Motorschadens unseres alten, klapprigen Busses länger als erwartet. Von dem fahrplanmäßig zwei Stunden nach uns gestarteten Bus wurden wir schließlich aufgepickt und über etliche Serpentinen an unser Ziel gebracht. In der Hochebene herrschten von uns nicht mehr gekannte Temperaturen und wir mussten seit langem mal wieder den Pullover von ganz unten aus dem Rucksack hervorkramen.
Am nächsten Tag unternahmen wir einen Ausflug zu den Teefelder und zur Rafflesia-Pflanze, die die größte Blüte der Welt trägt.

Alte Kolonialvilla in den Cameron Highlands

Das Hochland

Teeplantage

Suchbild: Wer findet den Steffen?

Überaus wackelige Jeeptour durch den Dschungel

Blüte der Rafflesia-Pflanze

Idyllischer Wasserlauf im Dschungel...

...wunderbar für eine erfrischende Abkühlung.

Blasrohr schießen

Nach nur einem Tag verließen wir die Cameron Highlands auch schon wieder in Richtung Melaka, der einstmals wichtigsten Hafenstadt ganz Südostasiens die namensgebend für die Straße von Melaka war. Auf Grund ihrer Bedeutung wurde sie zunächst von den Portugiesen, später den Niederländern und schließlich den Briten besetzt was sich sowohl in der Architektur wie auch der Küche der Stadt niederschlägt. Durch die Besetzung der europäischen Mächte verlor der Hafen nach und nach seine Bedeutung für indische und chinesische Händler. Heute ist Melaka ein nunmehr nettes, kleines Städtchen, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, in dem sich die Nachfahren der unterschiedlichen Völker vermischt haben.

Stadtzentrum von Melaka

Ausblick von einem netten Restaurant am Fluss

Oli beim Flirt mit einer Polizistin.
Die sieht in ihrer Uniform trotz Kopftuch besser aus als du, Heiko.