In der Nacht war's affig kalt,
beim Wandern durch den Regenwald.Eddie, der Kerl bei dem wir unsere Trekking-Tour gebucht hatten, stand pünktlich am nächsten Morgen vor unserer Tür und in einer langen und holprigen Fahrt ging es in das abgelegene Dorf Long Pasia im Südwesten Sabahs. Auf der Fahrt dorthin machten wir Mittagspause in Sipitang, wo einmal mehr Fotos von und mit uns geschossen wurden.
Long Parsia ist ein von der Außenwelt ziemlich isoliertes, idyllisches Dörfchen, welches weder über Handyempfang, noch Festnetz verfügt. Wir verbrachten die Nacht im Haus einer Familie, wo wir die Gastfreundschaft und Offenheit der Dorfbewohner kennenlernen durften und ein köstliches, lokales Abendessen serviert bekamen. Gekocht wurde über einem offenen Feuer in der Küche, geduscht wurde indem man Wasser aus einem Bottich über sich schöpfte bzw. sich gleich im Fluss wusch und das Klo war nicht viel mehr als ein Loch im Boden. Allerdings bekam jeder von uns sein eigenes Zimmer, ein Luxus den wir seit Beginn unserer Reise nicht mehr genossen hatten. Schade war, dass wir kein Malaiisch sprachen und sich deshalb die Kommunikation mit der Dorfbevölkerung schwierig gestaltete, was aber beim gemeinsamen Volleyballspiel kein Problem war.
Am nächsten Morgen ging es mit unseren drei Führern, Adeq, Fendy und Lait, ab in den Dschungel. Dort verbrachten wir insgesamt drei Nächte, wo wir allerhand erlebten. Geschlafen wurde in Hängematten, die zwischen zwei Bäumen aufgespannt wurden, es gab allerlei verschiedene Früchte aus dem Dschungel zu probieren, wir fingen frischen Fisch, tranken Wasser aus Lianen und Bambusstauden, wuschen uns im Fluss und lernten Fallen zu bauen. Die Geräusche des Urwaldes waren atemberaubend, tagsüber hörte man das Zwitschern der Vögel und das Kreischen der Affen, nachts das Zirpen der Insekten. Wir hoffen, dass die Bilder euch einen passenden Eindruck unserer Trekkingtour vermitteln.
Als wir nach vier Tagen stinkend wieder aus dem Regenwald herausgekommen waren, verbrachten wir eine weitere Nacht in Long Pasia. Noch einmal genossen wir die Gastfreundschaft der Leute und erlebten einen angenehmen Abend.
Am nächsten Tag ging es mit dem Speedboat auf die Insel Labuan, um am darauffolgenden Morgen nach Brunei Darussalem weiterzuziehen. Auf Labuan gab es zollfreies Bier zu kaufen, was die sonst üblichen Bierpreise von 2 bis 3 Euro in Malaysia auf etwa 80 Cent drückte. Dieser Umstand wurde natürlich ausgenutzt und der Abend feiernd in einem der Clubs verbracht.
In Brunei gibt es nicht allzuviel zu tun. Wir schauten uns das Brunei-Museum und das Museum der Kroninsignien an und besuchten noch zwei prächtige Moscheen. Auch hier wurden unsere Feldstudien fortgeführt und Eddie hatte völlig Recht als er meinte, dass es in Brunei fast nur dicke Frauen gäbe. Der Wohlstand lässt grüßen...
Beim Faschingfeiern als Donald Duck und Winnie Puh verkleidet
Gestählte Körper die der Wildnis trotzen
Wohlverdiente Mittagspause
Die tägliche Morgentoilette

