Samstag, 30. Januar 2010

Penang und Kuala Lumpur

Woanders gibt's zwar schön're Frauen,
doch hohe Türme können sie hier bauen.

Von Langkawi aus nahmen wir die Fähre nach Georgetown (Penang). Dort angekommen wurden wir wie üblich sofort von Taxifahrern belagert. Eigentlich hatten wir vor, ins Stadtzentrum zu laufen da es nicht allzu weit weg war, aber als wir dann die Fahrt für 1,5 Ringgit (ca. 30 Cent) angeboten bekamen, nahmen wir diese Offerte an. Natürlich war der Fahrer in erster Linie scharf auf die Provision (die auf unseren Übernachtungspreis aufgeschlagen worden wäre) und als wir nach zwei Guesthouses auf eigene Faust zu Fuß weiter ziehen wollten, sollte die Taxifahrt plötzlich 15 Ringgit kosten. Völliger Wucher für die wenigen hundert Meter! Er redete etwas von "one five, not one fifty" und "misunderstandig", doch wir als alte Hasen ließen uns nicht mehr über den Tisch ziehen und nach kurzem Disput zog der Fahrer verärgert und ohne überhaupt zu kassieren ab.
Der Fairness halber sei erwähnt, dass dies unser bisher einziges Negativ-Erlebnis in Malaysia war. Generell sind die Menschen hier total freundlich und hilfsbereit. Auch kommt es hin und wieder vor, dass man auf der Straße angesprochen wird; nicht wie in den bisher bereisten Ländern, weil man letztendlich nur scharf auf unser Geld ist, sondern aus reiner Neugierde.

Georgetown hat seinen Status als UNESCO-Weltkulturerbestätte völlig verdient. In der Altstadt leben auf kleinstem Raum die unterschiedlichsten Nationalitäten und Kulturen friedlich zusammen und jede bringt ihre eigenen Sitten und Gebräuche mit. Neben einer Kirche steht ein 200-Jahre alter Hindu-Tempel und im Hintergrund ragt das Minarett einer Mosche empor. An jeder Straßenecke steht ein Händler der  indische, chinesische oder malaiische Köstlichkeiten anbietet. Man könnte sich den ganzen Tag lang mit kleinen Snacks den Bauch vollstopfen.
Wir unternahmen einen Tagesausflug zum Kek Lok Si, einem großen Hindu-Tempel sowie zu einer Tropical Fruit Farm, wo es Früchte, die wir teilweise noch nie zuvor gesehen hatten, zu probieren gab. Als wohlerzogene Schwaben tat uns danach der Bauch weh... Auf dem Rückweg, als wir auf den Bus warteten, durften wir einem tropischen, monsunartigen Regenfall beiwohnen. Als der Bus auf sich warten ließ und wir schon völlig durchnässt waren, hielt ein Pickup an und nahm uns auf seiner Ladefläche mit - noch ein Beispiel für die malaiische Freundlichkeit.

Kek Lok Si Tempel

Unsere nächste Station war Kuala Lumpur, die Hauptstadt Malaysias. In den vergangenen drei Tagen haben wir die Stadt ausgiebig besichtigt und sind beider der Meinung, dass sie die bisher schönste und angenehmste Großtstadt Südostasiens ist. Kuala Lumpur ist vollkommen sauber und modern, nicht so stressig wie Bangkok und der Verkehr nicht so chaotisch wie in Saigon. Die zahlreichen Hochhäuser im Stadtzentrum werden alle noch von den gigantischen Petronas-Towern, dem Highlight der Stadt, überragt. Außerdem haben uns auch die vielen anderen Sehnswürdigkeiten mit ihrer modernen islamischen Architektur beeindruckt, wie z.B. die Nationalmoschee und das Museum für islamische Kunst. Darüber hinaus ist Kuala Lumpur sehr grün und in den Stadtparks gibt es teilweise noch natürlichen Wald und wildlebende Affen.

 
Wir vor den Petronas Towern

 
Die Petronas Tower bei Nacht

Heute fand bei den Batu-Höhlen nördlich von Kuala Lumpur das Thaipusamfest, eins der wichtigsten Hindu-Feste, statt. Dabei Pilgern die Gläubigen von der Innenstadt aus in einer Art Prozession zu den Höhlen, die einen bedeutenden Hindu-Tempel beherbergen und einige peinigen sich dabei selbst, mit Nadeln in der Haut und Nägel durch Backen oder Zunge.

 
Hindu mit Haken im Rücken beim Thaipusam-Fest

Natürlich werden auch in Malaysia unsere Feldstudien - allerdings unter erschwerten Bedingungen - fortgeführt. Die häufig Kopftuch tragenden Frauen, lassen ihre Schönheit nicht gleich auf den ersten Blick erkennen. Als vorläufiges Ergebnis, welches aber noch einer genaueren Verifizierung bedarf, kann gesagt werden, dass die Malaiinnen optisch nicht mit den Thai-Frauen mithalten können.

 
In der Nationalmoschee

Skyline von Kuala Lumpur von einem der Parks aus gesehen

5 Kommentare:

conni hat gesagt…

fein, das gefällt mir! bin gespannt, was an natur aus malaysia folgen wird. könnte mein nächstes ziel werden ;)

conni (wieder ich) hat gesagt…

ps: und schön, dass ihr weiterhin wohlbehalten durch die lande zieht - lasst es euch gut gehen! an sonne und wärme mangelt es hier ein wenig...

Falk hat gesagt…

Petronas-Towern ist wunderschöner Akkusativ (gerade weil er durch seine Eindeutschung etwas verwirrend anmutet).

Oli hat gesagt…

Das war jetzt gerade ein Lob, oder Falk?

Anonym hat gesagt…

Hey ihr zwei,

Oli - cooles T-shirt, welches du vor den Petronas Towers an hast! Auch in der Ferne die Heimat promoten - löblich! Und es sieht fast so aus, als könnten die Asiaten besser waschen, als manch andere hier in Deutschland! ;-))) Aber vllt. täuscht auch die Bildqualität darüber hinweg...

Liebe Grüße